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Lunchpaket-Typen: Der naturverbundene Großvater

Sie sind von den Frühstückstische der Jugendherberge genauso wenig wegzudenken wie Kaffeebecher und Brötchenkrümel: die mehr als 10.000 Lunchpakete, die täglich von DJH-Gästen mit Proviant für den Tag bestückt werden. Das geschieht häufig äußerst phantasievoll und manchmal auch kurios, wie ich Euch in den kommenden fünf Tagen zeigen werde. Aber erstmal beantworte ich eine wiederkehrende Frage:

„Was hat es mit den Lunchpaketen auf sich?“

Wenn Ihr in einer Jugendherberge Vollpension bucht, heißt das häufig „Frühstücksbuffet + Lunchpaket + Abendessen vom Buffet“. Denn wenn Schulklassen, Familien und Einzelreisende morgens zu Tagsausflüge aufbrechen, wäre eine Rückkehr zum Mittagessen alles andere als praktisch. Die einen haben es sich dann gerade am Nordseestrand gemütlich gemacht, andere unternehmen eine Tour mit dem Kanu oder erobern gerade beim Sightseeing eine unbekannte Stadt. Da ist es viel entspannter, einen vollwertige Snack in der Tasche dabei zu haben, den man jederzeit auspacken kann..

Lunchpakete bieten eine hervorragende Möglichkeit, sich individuell auszutoben. Denn so einheitlich die Tüten von außen wirken, so individuell verhält es sich mit dem, was sich Groß und Klein nach dem Frühstück als Mittagsverpflegung zusammenstellen. Der ein oder andere mag glauben, dass die Auswahl aus einem Getränk, einem Stück Obst, selbst geschmierten Brötchen und Brotscheiben sowie Müsliriegeln und anderen tagsaktuellen Leckereien wenig Möglichkeiten für Kreativität und persönliche Vorlieben lassen. Weit gefehlt! Je nach Vorhaben, Gästetyp und Phantasie gibt es vielfältige, ganz unterschiedliche Ergebnisse.

Glaubt Ihr nicht? Na dann passt mal auf: Wir stellen Euch in dieser Woche die häufigsten Lunchpaket-Typen vor. Aber Achtung! Die folgenden Zeilen können Spuren von Humor enthalten!

Zeig mir Dein Lunchpaket und ich sag Dir, wer Du bist!

DER NATURVERBUNDENE GROßVATER

Erkennungszeichen: Opa kann viele tolle Sachen erzählen – das weiß jedes Kind. Wie schön ist daher, mit dem eigenen Großvater auf Reisen zu gehen. Beim gemeinsamen Frühstück schwelgt dieser nämlich stets in Erinnerungen an alte Zeiten. Ganz unter dem Motto „Früher war alles besser“ erzählt er seinen Enkeln, womit man sich in seiner Kindheit die Zeit vertrieben hat, und schwärmt davon, was man draußen Tolles machen kann. Retro-Accessoires muss sich der naturverbudene Großvater natürlich nicht im Vintage-Laden kaufen: Von Stofftaschentuch über Fernglas bis hin zur alten geerbeten Taschenuhr hat er immer alles dabei. Das Frühstück ist aber auch kulinarisch ein paradiesischer Genuss für die Kinder: Natürlich erlaubt Opa seinen Enkeln, Nougatcreme und Marmelade zu esen und das Müsli mit Schokoflakes zu strecken. Er selbst hat ein Herz für weiches Rosinenbrot, das er in warme Milch stippt.

Tagesprogramm: Opa und Enkel verbringen eine gemeinsame Meerzeit in der Jugendherberge Greifswald. Die Stadtralley haben sie bereits absolviert, heute steht ein Ausflug nach Usedom auf dem Programm Ganz gespannt sind die Kinder auf den heutigen Abend: Dann werden in der Jugendherberge Marshmallows ins Feuer gehalten. Yummy!

Lunchpaket: Das Lunchpaket für die Enkel bestehen aus allem, was ein Kinderherz sich nur wünschen kann. Süße Getränke statt Wasser und Brötchen mitErdbeermarmelade. Dazu Butterkekse. Opa packt sich eine Banane und ein weiches Brötchen nur mit Butter ein.

Welche Frühstücksszenarien wir sonst noch so auf unseren Tischen entdeckt haben? So einige. In den kommenden Tagen veraten wir Euch unter anderem, was eine traditionsbewusste Segler-Familie, eine strebsame KuWi-Studentin und zügellosse Schulkinder in ihr Lunchpaket stecken und wohin sie damit aufbrechen. Wenn Ihr mehr über das Thema „Verpflegung beim DJH“ wissen wollt, empfehlen wir Euch auch den Hashtag #djhschmeckt. Zu diesem Motto werden wir übrigens auch auf der ITB Berlin eine Überraschung in petto haben…

Sandra Lachmann

Mit der Patchwork-Familie im Grünen, mit einem Workshop auf einer Nordsee-Insel oder mit Freundin in der Großstadt: Sandra hat bereits in ganz unterschiedlichen Situationen in einer Jugendherbergen eingecheckt. Die Vielfalt hat die Bloggerin so begeistert, dass sie noch mehr über die Jugendherbergen von heute erfahren wollte. Daher tourt sie nun durch Deutschland und schreibt hier über ihre Erlebnisse und Aufenthalte. Weitere DJH-Stories liefert die 36-jährige Bremerin auch für heiterbisstuermisch.de.

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