Neues erproben

Barock und Bildung auf der Klassenfahrt in Elbflorenz Dresden

Eine Schulklasse macht sich auf den Weg vom Panometer zum Deutschen Hygienemuseum.

Zahlreiche Museen, bunte Einkaufspassagen und eine atemberaubende Innenstadt mit bedeutsamer Geschichte – Eine Klassenfahrt nach Dresden bietet viele Möglichkeiten für eine Abwechslung vom Schulalltag inmitten von Kultur, Natur und Bildung. Autorin Marie ist Dresdnerin und durfte ihre Stadt einmal mit begeisterten Besucheraugen betrachten. Sie begleitete eine 8. Klasse aus Österreich einen Tag lang bei ihrem vielfältigen Programm.

Das Hygienemuseum ist ein Highlight der Klassenfahrt nach Dresden.
Das Hygiene-Museum wurde vor über
100 Jahren – genau gesagt 1912 – gegründet.

Früh am Morgen treffe ich die Klasse in der Jugendherberge nahe Dresdens Altstadt. Bei der Klassenfahrt in Dresden steht zunächst das Panometer auf dem Programm. Hier wird gerade ein riesiges Panorama von Dresden nach den Luftangriffen 1945 gezeigt. Die Schülerinnen und Schüler versuchen, darauf die heutigen Gebäude der Innenstadt zu finden oder lassen sich einfach nur durch die Geräusche und Lichteffekte in der Zeit zurückversetzen. „Besonders toll ist die Aussichtsplattform!“, erzählt mir Schülerin Leonie begeistert. Von dort oben kann man das Panorama noch besser erkunden. Auch die Ausstellung mit Filmen, Biografien und Bildern beeindruckt die Klasse sehr.

Nach dieser nicht leichten Kost zum Tagesbeginn geht es in die Altstadt. Die meisten Achtklässler nutzen die Freizeit, um sich mit einem Mittagessen für den restlichen Tag zu stärken. Auch wenn man im Großstadtdschungel schnell mal die Orientierung und die Zeit aus den Augen verlieren kann, trudeln letztendlich alle mehr oder weniger pünktlich am nächsten Treffpunkt ein – dem Deutschen Hygiene-Museum.

Der menschliche Körper ist komplex. Hier erfahren die Schülerinnen und Schüler mehr über sich selbst.

Selbst ausprobieren ist die Devise

Nun wird es abenteuerlich – und das in einem Museum! Wir erfahren, dass Fliegen mit den Füßen riechen, und testen das Können unseres Gehirns mit lustigen Verwirrspielen. Die vielen Mitmach-Stationen probieren die Schülerinnen und Schüler ausgiebig und mit voller Begeisterung aus. Das überzeugt auch Frau Carl, die Lehrerin der Klasse: „Die Interaktivität der Ausstellung ist echt super, so prägen sich die Schüler das neue Wissen viel besser ein!“

Im Hygienemuseum in Dresden erfahren die Jugendlichen wie es sich anfühlt wenn der Körper nur eingschränkt funktioniert.
Wie es sich anfühlt, wenn man nicht so gut sehen, laufen oder hören kann? Hier bekommen
Schüler einen Eindruck.

Als Nächstes können die Achtklässler mit verschiedenen Geräten nachempfinden, wie es sich anfühlt, wenn Körperfunktionen beeinträchtigt sind: zum Beispiel mit einer Brille, die mit Bienenwaben ausgekleidet ist, um Sehschwäche zu simulieren. „Das ist so genial, ich fühle mich wie eine Fliege!“, ruft Markus, ein besonders probierfreudiger Achtklässler. Die Schülerinnen und Schüler wollen gar nicht mehr weg, so viele verschiedene Dinge gibt es im Deutschen Hygiene-Museum zu erforschen. Dennoch freuen sich nach diesem spannenden und lehrreichen Input alle über etwas Freizeit. Die meisten strömen in die nahe gelegene Innenstadt mit ihren zahlreichen Einkaufspassagen und erkunden freudig die Shopping-Möglichkeiten.

Die Schüler aus Österreich stehen vor der Semperoper in Dresden.
Schülerinnen und Schüler mit ihrer Lehrerin vor der Semperoper in Dresden.

Wo Geschichte lebendig wird

Zum Abschluss des Tages steht noch etwas Kultur auf dem Programm und wir starten unsere Stadtführung durch die historische Altstadt am Theaterplatz, wo man schon einige der berühmtesten Bauwerke Dresdens sehen kann. Wir kommen an Semperoper, Zwinger und dem Schloss vorbei und lassen uns auch die Frauenkirche nicht entgehen. „Der Rundgang durch die barocke Innenstadt ist ideal für die 8. Klasse“, erklärt mir Frau Carl. „Die Epoche steht für dieses Jahr im Lehrplan und durch den Rundgang haben die Kinder nun ganz andere Bilder im Kopf, wenn sie an Barock denken.“

Der abwechslungsreiche Tag heute konnte der Klasse einiges über die Geschichte der sächsischen Landeshauptstadt nahe bringen. Auch ich als Dresdnerin habe einige spannende neue Details erfahren. Für die Klasse aus Österreich war das aber noch lange nicht alles – eine ganze Woche dauert die Klassenfahrt nach Dresden, zu entdecken gibt es wahrlich genug.

Mehr Angebote für Klassenfahrten mit dem Schwerpunkt Kultur und Gesellschaft.

Seit 100 Jahren vertreten die Jugendherbergen Werte, die das Leben bereichern. Für alle, die mit offenen Augen durch die Welt gehen. Die Gemeinschaft erleben wollen und aufeinander zugehen. Mutig. Auch mal übermütig.

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