Jugendherberge entdecken Neues erproben

Zehn Jahre jung ist die neue Jugendherberge Köln-Deutz

Einladung zu einer Zeitreise zehn Jahre zurück: Wir befinden uns in Köln am Rhein. Im ZDF hat die »SOKO Köln« ihren ersten Einsatz. Mit 80 Zentimetern wird der historisch niedrigste Wasserstand des Rheins gemessen. Und der 1. FC Köln steigt wieder in die erste Bundesliga auf. Ebenfalls vor einem Jahrzehnt wurde auch die hochmoderne Jugendherberge Köln-Deutz offiziell eröffnet.

Bundespräsident und Kanzler waren schon zu Gast

Bei einem Festakt des DJH-Landesverbandes Rheinland hat der damalige Bundespräsident Johannes Rau am 7. November 2003 den Neubau der Jugendherberge Köln-Deutz offiziell eröffnet. Für rund 14,5 Millionen Euro entstand eine der modernsten in Europa. Das Ereignis war schon etwas Besonderes, denn die Bauzeit betrug nur zwei Jahre, während der Gästebetrieb aufrechterhalten blieb. Mit ihren 506 Betten in 71 Doppelzimmern, 70 Vier-Bettzimmern, acht behindertenfreundlichen Zimmern und sechs großen Familien-Zimmern wurde die Jugendherberge zur zweitgrößten in Deutschland.

Und auch heute muss das Haus gegenüber dem Deutzer Bahnhof keine Vergleiche scheuen. Erst 2012 wurden die Familienzimmer modernisiert. Sie lassen jetzt keine Wünsche offen und enthalten jeweils ein bequemes Doppelbett für die Eltern, ein gemütliches, »verstecktes« Stockbett für die Kinder und ein eigenes Bad.

Einen großen Vorteil für alle Gäste bietet die Lage, denn die Jugendherberge befindet sich mitten in der Stadt. In nur wenigen Minuten ist man zu Fuß über den Rhein, landet direkt auf der Domplatte und befindet sich im linksrheinischen Zentrum. Auf der Hohestraße lässt sich gut shoppen, das beliebte Schokoladenmuseum lohnt einen Besuch, und im Dezember sind vor allem die Weihnachtsmärkte zu empfehlen. Zum Jubiläum hat die Jugendherberge ein ganz besonderes Angebot entwickelt: Das »Adventsspecial« für Familien gab es fast geschenkt.

Sonderpreise zum Jubiläum

An allen vier Adventswochenenden übernachteten Familien von Samstag auf Sonntag in der Jugendherberge Köln-Deutz für nur 60 Euro pro Familie (mit vier Personen). Frühstück, Bettwäsche, Handtücher und eine weitere Mahlzeit nach Wahl waren inklusive. Zum Jubiläum schenkte das Schokoladenmuseum den ersten 100 Familien außerdem noch süße Schokopäckchen. Für eine Familie wurde es richtig günstig: Aus Anlass des Jubiläums wurde im Internet ein solches »Adventsspecial« in der Jugendherberge Köln-Deutz verlost.

In der Domstadt wurden behelfsmäßig bereits vor etwa 100 Jahren die ersten Jugendherbergen eingerichtet. 1928, vor 85 Jahren, eröffnete dann der damalige Oberbürgermeister Konrad Adenauer im Stadtteil Deutz in einer ehemaligen Kaserne die größte Einrichtung im damaligen Deutschen Reich. Sie umfasste 750 Betten sowie 500 Notlager; infolge des Krieges wurde sie 1943 zerstört. 1960 konnte dann unmittelbar neben der einstigen Groß-Jugendherberge ein Neubau eröffnet werden. Ehrengast war wiederum Konrad Adenauer, diesmal in seiner Funktion als Bundeskanzler.

Die Jugendherberge an der Siegesstraße war von Anbeginn stets gut ausgelastet. Dieser Trend setzt sich bis in die Gegenwart fort. Im Jahr 2012 wurden 118.049 Übernachtungen gezählt ‑ das bedeutete Platz 1 unter mehr als 500 Jugendherbergen in Deutschland.

Seit 100 Jahren vertreten die Jugendherbergen Werte, die das Leben bereichern. Für alle, die mit offenen Augen durch die Welt gehen. Die Gemeinschaft erleben wollen und aufeinander zugehen. Mutig. Auch mal übermütig.

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