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„Tausend schöne Dinge“: Sommer-Kinderlieder von Johannes Stankowski

Barfuß laufen, im Schrebergarten Gemüse ernten, mit dem Wasserschlauch umherspritzen, mit Papa im Wald schnitzen, den Möwen am Meer zuhören…  Songwriter und Zweifachvater Johannes Stankowski kennt tausend schöne Dinge, die Familien im Sommer draußen machen können. Ihnen widmet er jetzt ein Album mit zehn Kinderliedern, die auch Eltern zum Mitsingen und durch den Garten tanzen verführen. Im folgenden Interview verrät uns Johannes, was ihm das Leben unter freiem Himmel bedeutet. Am Ende gibt´s dann noch seine aktuellen CD sowie das liebevoll illustrierte Begleitbuch zu gewinnen.

Tausend schöne Dinge: Eine musikalische Hommage an das Leben draußen

Wer wie ich Kinder hat, weiß: Man muss schon etwas länger suchen, um Musik für die Kleinen zu finden, die sowohl vom Arrangement als auch vom Text überraschen und überzeugen. Das rote Pferd, das sich einfach ständig umdreht, der tanzende Bi-Ba-Butzemann, Hoppelhase Hans – sie alle bahnen sich in den Kinderzimmern, Kita-Gruppenräumen und Turnhallen dieses Landes unvermeidbar und schnell ihren Weg in die Ohren aller Familienmitglieder. Und irgendwann kommt der Punkt, an dem selbst die Aussicht darauf, dass der Nachwuchs zuhause Geige übt, erträglicher erscheint, als die Ohrwürmer weiterhin in Dauerschleife zu hören.

Doch es gibt sie, die Lieder, die Kindern etwas zutrauen und ihren tatsächlichen Alltag in Musik übersetzen. Die Songs von Johannes Stankowski gehören dazu. Auf dem aktuellen Album „Tausend schöne Dinge“ geht es um den allerbesten Freund und das Staunen darü­ber, dass man ihn gefunden hat und er zu einem passt wie niemand sonst. Wir hören vom Spaß einer Schnitzeljagd und achten zusammen mit dem Liedermacher und seinen kleinen Sänger*innen einfach auf all das Tolle, das man draußen in der Welt entdecken und erleben kann. Auch ein bisschen melancholisch darf es werden, wenn es etwa um die Ferien geht, die viel zu schnell enden. Schön, dass der Traum von den nächsten Sommerferien und der herrlichen Zeit am Meer gleich mitbesun­gen werden.

Tausend schöne Dinge: Interview mit Johannes Stankowski

Ich wollte wissen, warum Erlebnisse draußen für Johannes so eine immens wichtige Bedeutung haben und wie er den Sommer mit seiner Familie verbringt.

Foto: Christian Faustus

Johannes, Deine aktuelle CD erinnert mich an meine Kindheit in den 1980er Jahren, wo sich das Leben in den Sommerferien tatsächlich fast ausschließlich draußen abgespielt hat. Lässt du in den Liedern auch deine eigenen Kindheitserinnerungen aufleben?

Ja klar! Wir sind aber auch aktuell in der Gegenwart sehr häufig draußen, da wir im Kölner Süden sehr viel Grün um uns herum haben.

Das Album ist Unterhaltung und zugleich ein Appell – vor allem an Eltern – unter freiem Himmel auf Entdeckungstour zu gehen. Haben Familien es deiner Ansicht nach verlernt, fernab von Smartphone und Netflix unterwegs zu sein?

Das kann ich nicht so gut beurteilen, da ich ja nur meine Familie „von innen“ kenne. Wenn ich mal mit dem Bus oder der Bahn fahre, bekomme ich aber schon den Eindruck, dass mittlerweile mehr oder weniger alle Menschen quer durch die Altersklassen permanent mit ihrem jeweiligen digitalen Endgerät zugange sind. Meine Lösung: Tastenhandy!

Und was Netflix angeht: Das muss natürlich jeder für sich selbst (und seine/ ihre Kinder) entscheiden, es kommt auch immer darauf an, worum es gerade geht. Sicherlich kann ein Film enorm inspirierend sein. Die Gefahr ist halt, gerade bei den kleinteiligeren Serienformaten, daß man regelrecht süchtig nach der jeweiligen Scheinrealität wird und vielleicht sogar täglich Stunden seiner eigenen Lebenszeit verschenkt. Es bleibt dabei: Man muss schon selbst in die Natur und zu den Menschen gehen, um lebendige Bilder in sich aufzunehmen.

Du lebst mit deiner Familie in Köln, also mitten in der Stadt. Wie schafft ihr es als urbane Familie den Kontakt zu Natur zu halten?

Wir haben einen Garten, dann noch zwei große Parks in direkter Fußläufigkeit und dazu noch das wunderschöne Rheinufer mit all seinen unterschiedlichen Gesichtern. Da fällt der Kontakt zur Natur nicht so schwer. Hilfreich ist auch, sich Hobbies anzulegen, die das Rausgehen quasi erfordern, weil man sie in der Wohnung schlicht nicht machen kann. Einrad fahren, Diabolos werfen, Laufen, Fussball, solche Sachen..

Deine vorangehenden Alben drehdrehen sich um die verschiedenen Jahreszeiten, nehmen also auch die Natur in den Blick. Warum ist dir das Thema so unglaublich wichtig?

Ich hab einfach das Gefühl, dass unserer urbanisierten Gesellschaft mehr und mehr der Kontakt mit den wesentlichen Kraftfeldern und Energiequellen auf unserem Planeten abhandenzukommen droht und weise gern darauf hin, dass da draußen eine sehr reichhaltige, schöne, saftige Welt auf jeden von uns wartet.

Die Friday for Future-Bewegung dürfte ganz nach deinem Geschmack sein, oder?

Ja. Ich finde es beeindruckend, dass es endlich wieder eine globale Jugendbewegung gibt. Ich finde es noch beeindruckender, dass sie in großen Teilen auch nichtmenschliche, leidfähige Lebewesen wie die sogenannten Nutztiere mit in den Fokus nimmt und ethische Grundsatzfragen stellt, die weit über das hinausgehen, was bislang in Jugendbewegungen diskutiert wurde.

Was ist eure Bucket List für die gerade beginnenden Sommerferien? Was sind Aktivitäten, die ihr euch vorgenommen habt?

Gemeinsam mit unserem Sohn Leopold und meinem Schwiegervater Yüksel machen wir endlich zu dritt unsere lang geplante 3-Generationen Fahrradtour nach Österreich und da freu ich mich extrem drauf. Danach gehen wir dann noch in größerer Besetzung zehn Tage in den Alpen rund ums Ultental wandern, das wird sicher auch schön.


Verlosung: CD & Songbook

Wir verlosen bis Sonntag 14. Juli, 23:59 Uhr auf Instagram an zwei von Euch je einmal das Album „Tausend schöne Dinge“ von Johannes Stankowski inklusive des zauberhaften Begleitbuchs mit Illustrationen von Katrin Stangl und Heike Herold. Hier geht´s zum Posting:

Sandra Lachmann

Mit der Patchwork-Familie im Grünen, mit einem Workshop auf einer Nordsee-Insel oder mit Freundin in der Großstadt: Sandra hat bereits in ganz unterschiedlichen Situationen in einer Jugendherbergen eingecheckt. Die Vielfalt hat die Bloggerin so begeistert, dass sie noch mehr über die Jugendherbergen von heute erfahren wollte. Daher tourt sie nun durch Deutschland und schreibt hier über ihre Erlebnisse und Aufenthalte. Weitere DJH-Stories liefert die 36-jährige Bremerin auch für heiterbisstuermisch.de.

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