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Shaun das Schaf – ein Interview

Shaun das Schaf ist neuer offizieller Natur-Botschafter der Jugendherbergen! Und nächstes Jahr geht er in vielen Jugendherbergen mit den kleinen Gästen auf Natur-Rallye! Grund genug für ein Interview mit Richard Starzak, Creative Director von „Shaun das Schaf“:

Sind Shaun und die anderen Figuren wirklich aus Knetmasse?

Richard Starzak: Ihr werdet vielleicht überrascht sein zu hören, dass wir tatsächlich nur wenig Knetmasse verwenden. Wir benutzen sie nur für Augen oder Münder, um verschiedene Gesichtsausdrücke zeigen zu können. Für die Figuren selbst benutzen wir ganz unterschiedliche Materialien wie Silikon- und Latexformen, Harze oder Wollfleece. Und alle Figuren haben ein bewegliches Innengerüst, um sie während der Animationsaufnahmen in verschiedene Positionen bringen zu können.

Wie wird man Puppenmacher? Ist das eine echte Berufsbezeichnung?

Richard Starzak: Ja, das ist es wirklich. Das Team, das wir bei Aardman haben, ist sehr erfahren und talentiert. Einige waren vorher Bildhauer, andere Modellbauer. Sie haben ein feinmotorisches Talent und verstehen es, mit vielen verschiedenen Materialien zu arbeiten. Es ist ein kreativer, aber zugleich auch ein sehr technischer Beruf.

Wie lange dauert es, eine Shaun-Figur zu kneten?

Richard Starzak: Wenn du einen ganz neuen Charakter entwirfst, hängt das sehr von der Komplexität der Figur und der Zeit für Forschung und Entwicklung ab. Manchmal kann das bis zu sechs Monate dauern. Bei einer etablierten Figur wie Shaun dauert es etwa zwei Wochen, je nachdem wie viele Personen daran arbeiten.

Für 2017 hat Aardman Animations ein neues Konzept unter dem Namen „Die Natur ruft“ entwickelt. Was sind für Sie bei der Umsetzung der gekneteten Welt die größten Herausforderungen?

Richard Starzak: Die größte Herausforderung liegt in den Details. Wir wollen, dass alles realistisch und glaubhaft aussieht. Eine andere Herausforderung ist der begrenzte Platz im Studio. Wir nutzen daher optische Verkürzungstechniken, um beispielsweise die Felder größer aussehen zu lassen. Das erreicht man, indem man die Hügel und Bäume kleiner formt, als wären sie weiter entfernt. Da wir das schon viele Jahre machen, haben wir gelernt, diese Herausforderung gut zu meistern.

Richard Starzak, Creative Director von „Shaun das Schaf“
Richard Starzak, Creative Director von „Shaun das Schaf“

© Aardman Animations Ltd 2017

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