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Ferienfreizeit: Das sollten Kinder im Sommer einpacken

Ich packe meinen Koffer und nehme mit… ja, was eigentlich genau? Das fragen sich vermutlich die Eltern unter Euch, deren Kinder in diesem Sommer zu einer Ferienfreizeit in die Jugendherberge aufbrechen. Vielleicht geht´s für Eure neunjährige Tochter ins „Survival Camp“ nach Büdingen, für Euren zehnjährigen Sohn zum VIACTIV-Fussballcamp nach Verden oder für Eure zwölfjährigen Zwillinge in die Sprachferien nach Bad Sulza. So oder so: Einige Dinge sind bei einer Sommerfreizeit unerlässlich, andere hingegen absolut nicht nötig. Damit ihr auf der sicheren Gepäckseite seid, haben wir Euch das Wichtigste zusammengefasst. Eine übersichtliche Checkliste fürs Kofferpacken findet Ihr am Ende des Beitrags auch.

Ferienfreizeit im Sommer: Was mitbringen?

Kleidung

Bei unseren Kinderfreizeiten wird getobt, geklettert, geplantscht und gekleckert. Kleidung, die nicht dreckig werden darf, ist daher völlig fehl am Platz. Robuste Stoffe und atmungsaktive Materialien sind Trumpf!

Gerade bei der Jacke sollte die Funktionalität im Vordergrund stehen. Eine wasserundurchlässige leichte Regenjacke mit Kapuze ist der perfekte Begleiter: Bei einem Sommerregen kann sie fix übers T-Shirt gezogen werden, kühlt es stärker ab, hält sie in Kombination mit einer Fleecejacke zum Drunterziehen gut warm. Es geht ans Wasser? Na, dann bitte auch den Badeanzug bzw. die Badehose nicht vergessen.

Grundsätzlich sollten bei der Oberbekleidung etwas mehr Stücke eingepackt werden als normalerweise nötig – damit gewechselt werden kann, wenn mal etwas nass wird.

Schuhe

„Funktion vor Style“ gilt auch bei den Schuhen. Trekkingsandalen mit Fersenriemen sind deutlich sicherer als Flip Flops, Gummistiefel bei einem großen Regen die Gewinner gegenüber Stoffschuhen. In jedem Fall sollte ein Paar eingelaufene Schuhe mit im Gepäck sein, das eine belastbare Sohle hat und bei einem normalen Regen nicht sofort durchweicht.

Innerhalb der Jugendherberge bewähren sich für den abendliche Gänge ins Nachbarzimmer und das morgendliche Zähneputzen im Badezimmer feuchtigkeitsbeständige Hausschuhe bzw. Badelatschen.

Reiseapotheke

Dein Kind braucht spezielle Medikamente, die über eine gewöhnliche Reiseapotheke hinausgehen? Oder es bestehen Allergien und Unverträglichkeiten? Dann notiere dies bitte schriftlich und nimm bei der Anreise Kontakt zu den betreuenden Teamern auf, um mit ihnen die Verwahrung und die Abstände der Einnahme zu besprechen. Bitte beachte: Unsere Teamer dürfen an die Einnahme von Medikamenten erinnern, aber sie dürfen sie nicht verabreichen.

Die gängigen Mittel einer Reiseapotheke hat das DJH-Team natürlich in Form einer Erste-Hilfe-Ausstattung vor Ort.

Bad & Co.

Zahnbürste, Kamm, Duschgel & Co. sind, das ist keine Überraschung, selbst mitzubringen. Außerdem gehören ein großes und ein kleines Handtuch ins Gepäck, gern auch noch ein drittes – gerade bei Reisen, die an den See oder das Meer führen. Wie oben schon bei den Schuhen erwähnt: Badelatschen oder ähnliches sollten auch dabei sein.

Für Ausflüge

Ein Rucksack, in dem Proviant und Wechselkleidung untergebracht werden können, ist ein absolutes Must have. Eine wiederauffüllbare Getränkeflasche sollte ebenfalls nicht fehlen, damit die Kids sich regelmäßig von den Getränkespendern im Speiseraum bedienen zu können. Eine Schirmmütze oder irgendein anderer Sommerhut gerhört im Sommer natürlich auch dazu, wenn man draußen unterwegs ist. Stift und Papier, eine kleine Taschenlampe, Taschentücher und eine Sonnenbrille sind häufig nützlich.

Dokumente

Bitte gib Deinem Kind seinen Personalausweis – sofern vorhanden – sowie seine Krankenversichternkarte mit. Ein Zettel, mit den wichtigsten Telefonnummern ist im Notfall auch eine große Hilfe.

Unterhaltung

Langeweile kommt bei einer Ferienfreizeit nicht auf. Bis spät abends sind die Teilnehmer*innen auf den Beinen, so dass mitgebrachte Bücher und andere Unterhaltungsmedien in der Regel überflüssig, manchmal sogar störend sind. Smartphones sind bei einer Ferienfreizeit zwar erlaubt, manche Teamer behalten sich allerdings vor, Regeln zur Nutzung aufzustellen.

Bei Kindern im Grundschulalter (manchmal auch darüber hinaus) kann ein Kuscheltier oder anderer tröstender Gegenstand gegen Heimweh helfen. Zum Thema „Heimweh“ haben wir übrigens ein Experteninterview veröffentlicht – schau doch mal rein, es kann für die Vorbereitung der Freizeit hilfreich sein: Tipps gegen Heimweh bei Klassenfahrten und Ferienfreizeiten

Taschengeld

Es gibt außerhalb der Jugendherberge selten Situationen, in denen die Kids etwas kaufen können. In der Jugendherberge selbst gibt es Snackautomaten und/ oder einen Kiosk mit Souvenirs, Getränken und Süßigkeiten. Da die Automaten Münzgeld benötigen, sollten die Kinder entsprechendes dabei haben. Also lieber 10 Euro in Münzen mitgeben statt eines Scheines.

Und sonst so?

Brillenträger tun gut daran, eine Ersatzbrille dabei zu haben, auch ein Brillenbefestigungsband hat in Sportfreizeiten schon einen guten Zweck erfüllt. Ein Beutel für die Schmutzwäsche kann für Ordnung im Chaos sorgen, eine Beschriftung sehr wichtiger Gepäck- und Kleidungsstücke vor Verlust schützen.


Packliste Kinderfreizeit im Sommer

Wir haben die „Must haves“ in diesem Dokument nochmal zusammengefasst. Einfach ausdrucken und Punkt für Punkt abhaken. Dann kann bei der Ferienfreizeit im Sommer nichts mehr schiefgehen!

Sandra Lachmann

Mit der Patchwork-Familie im Grünen, mit einem Workshop auf einer Nordsee-Insel oder mit Freundin in der Großstadt: Sandra hat bereits in ganz unterschiedlichen Situationen in einer Jugendherbergen eingecheckt. Die Vielfalt hat die Bloggerin so begeistert, dass sie noch mehr über die Jugendherbergen von heute erfahren wollte. Daher tourt sie nun durch Deutschland und schreibt hier über ihre Erlebnisse und Aufenthalte. Weitere DJH-Stories liefert die 36-jährige Bremerin auch für heiterbisstuermisch.de.

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