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Hamburgerin wird Präsidentin des Weltverbands der Jugendherbergen

Bangkok/Detmold, 4. August 2014. Heute wurde die Präsidentin des Deutschen Jugend-herbergswerkes (DJH) und Vorsitzende des DJH-Landesverbandes Nordmark e.V., Angela Braasch-Eggert (65) aus Hamburg, auch zur Präsidentin von Hostelling International (HI), dem weltweiten Dachverband von mehr als 4.000 Jugendherbergen gewählt. Auf der 50. HI-Weltkonferenz, die vom 4. bis 6. August 2014 in der thailändischen Hauptstadt Bangkok stattfindet, sprachen ihr die Delegierten der HI-Mitgliedsverbände mit großer Mehrheit ihr Vertrauen für die zweijährige Amtszeit als Präsidentin aus. Mit ihrer Wahl steht Braasch-Eggert künftig an der Spitze einer Organisation, die mit ihren 69 nationalen Mitgliedsverbänden und mehr als 4.000 Jugendherbergen in 90 Ländern weltweit über 35,3 Millionen Übernachtungen erreicht. Sie ist die zweite weibliche Präsidentin des HI-Weltverbands seit seiner Gründung 1932. Als neue HI-Präsidentin setzt sich Angela Braasch-Eggert für eine Stärkung der Werteorientierung auf internationaler Jugendherbergsebene ein.

Richtungsentscheidung für das Konzept des Deutschen Jugendherbergswerkes

DJH-Hauptgeschäftsführer Bernd Dohn: „Jugendtourismus ist international ein nicht zu unterschätzender Wachstumsmarkt. Die Jugendherbergen in Deutschland stehen für die Kombination aus gesellschaftlichem Engagement, einem hochwertigen Programmangebot für alle Gästegruppen und wirtschaftlich erfolgreicher Verbandsführung. Mit der heutigen Wahl von Frau Braasch-Eggert hat der Internationale Verband eine Richtungsentscheidung gefällt, dieses Konzept auch weltweit umzusetzen.“ Mit 520 Jugendherbergen, ca. 10 Millionen Übernachtungen und ca. 2,3 Millionen Mitgliedern nimmt das Deutsche Jugendherbergswerk innerhalb des internationalen Verbands die führende Position ein. Auf der Weltkonferenz werden sich die Vertreter der nationalen Jugendherbergsverbände noch bis Mittwoch über gemeinsame Zielsetzungen zu den Themen „Inklusion“ („Inclusivity“), Nachhaltigkeit“ („Sustainability“) und „Bildungsarbeit“ („Learning and Understanding“) verständigen.

Jugendherbergen im Flugzeug und in Zuckerwürfelhäuschen

So bunt und vielfältig wie die Landestrachten der Delegierten auf der HI-Weltkonferenz sind auch die Jugendherbergen international. Man findet sie in den entlegensten Orten, an den schönsten Plätzen und in den außergewöhnlichsten Unterkünften: Das „Alanda Jumbo Stay Hostel“ in Stockholm ist z.B. in einem Jumbo Jet untergebracht. Die Jugendherberge Stayokay Rotterdam besteht aus „Zuckerwürfelhäusern“. In Berchtesgaden wurde die erste topmodern gestaltete Design-Jugendherberge eröffnet.

Eine Idee geht seit über 100 Jahren um die Welt

Jugendherbergen gibt es seit mehr als 100 Jahren. Seit der Gründung der ersten Jugendherberge 1914 in der Burg Altena im Sauerland ging die Idee um die ganze Welt. Alle zwei Jahre treffen die Delegierten von Hostelling International auf einer Weltkonferenz zusammen, um die Jugendherbergsidee einer friedvollen Begegnung junger Menschen aus aller Welt weiter zu fördern, die Qualitätsstandards in den Jugendherbergen weltweit aufrechtzuerhalten und sie zeitgemäß zu gestalten. Interkulturelle Verständigung, das Kennenlernen anderer Menschen aus dem In- und Ausland spiegeln das bunte Leben in einer Jugendherberge wider. Die Förderung der Umwelterziehung und des Umweltschutzes ist seit jeher in der Satzung des DJH verankert.

 

Mehr Informationen zu den Jugendherbergen weltweit:

www.hihostels.com

www.jugendherberge.de/weltweit 

8 Kommentare

  1. Dankert Klaus-Jürgen

    Ich bin Ehrenpräsident des Hamburger Sportbunds und hätte gern die Telefonnummer, unter der ich die hauptamtliche Geschäftsführung erreichen kann.

    Mit freundlichen Grüßen

    Klaus-Jürgen Dankert
    Steinkamp 7
    22844 Norderstedt
    Tel.: 040 522 63 15
    Mail: k-j.dankert@wtnet.de

  2. markelic

    Hallo,
    ich möchte auf eine soziale Ungerechtigkeit Ihrer Mitgliedstarife hinweisen. Ehepartner und eheähnliche Gemeinschaften werden preislich bevorzugt wohingegen Alleinerziehende den vollen Satz zahlen müssen.

    In anderen Worten Alleinerziehende, die ohnehin meist mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, müssen mehr zahlen ein Mitglied einer Partnerschaft.

    Mit freundlichen Grüße
    I. Markelic

    • Liebe Frau Markelic,
      Alleinerziehende Familien zahlen derzeit den gleichen Betrag wie andere Familien. Wir haben Ihre Anregung aber an unseren Mitglieder-Bereich weitergegeben.
      Herzliche Grüße!
      DJH-Redaktion

  3. Thielert-Feischner

    Guten Tag Frau A. Braasch-Eggert,
    ich beziehe mich auf den Artikel nebst Foto im Elbe-Wochenblatt.Auf dem Foto ist eine große Ähnlichkeit mit mir zu erkennen. Ich bin 69 Jahre alt, lebe in Hamburg und habe dort auch an der UNI studiert und war anschließend im Bildungsbereich tätig.
    Gibt es eine verwandschaftl. Beziehung oder ist es einfach nur Zufall? Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören.

    Mit freundl. Grüßen
    M. Thielert-Feischner

  4. Wendel Jesseca

    Sehr geehrtes Jugendherbergsteam,

    seit einigen Jahren verbringen wir immer wieder Urlaub in einigen von ihren Jugendherbergen. Besonders freut uns, dass wir relativ selbstbestimmt in familiärer Atmosphäre Urlaub machen können, was uns nicht gleich Unsummen an Euros kostet.

    Was mich und meine Familie und Angehörige im Moment stört, ist, dass wir zu bestimmten Zeiten oft gezwungen sind an Programmen teilzunehmen ohne dass wir es wollen.

    So wollten wir über Silvester Urlaub in der Jugendherberge Tholey buchen, da meine Schwester im gleichen Ort wohnt und wir zusammen Silvester feiern wollten. Allerdings können wir dort aus Platzgründen nicht übernachten. Da dachten wir: Super, es sind nur 500m Entfernung, dann schlafen wir in der Jugendherberge und können die Tage gemeinsam verbringen. Zumal ich meine Kindheit dort verbracht habe und die Gegend sehr gut kenne.
    Leider wurde meine Buchungsanfrage abgelehnt, mit den Worten, wenn sie nicht am Silvesterprogramm teilnehmen und nicht den gesamten Zeitraum buchen, dann haben wir auch kein Zimmer für sie.
    Es gibt immer noch Menschen, die auch, genau wie sie, arbeiten müssen. Ich bin in einem sozialen Beruf und muss zwischen den Feiertagen und teilweise an den Feiertagen noch arbeiten.
    Ziemlich arrogant finde ich sowas ! Man kann uns doch nicht zwingen, an einem Programm teilzunehmen und zu einem vorgegebenen Zeitraum Urlaub zu machen! Wo bleibt da der Familiensinn. Hier haben wir den Eindruck, dass nur der Umsatz zählt.
    Zumal von uns angedacht war, dass meine Mutter und andere Verwandten auch dort übernachten und wir vllt. alle zusammen am Silvesterbuffet teilnehmen könnten. Das uns alle als Familie zusammen kommen lässt und trotzdem jeden einzelnen entlastet.
    Schade finde ich sowas, wirklich schade. Das trügt leider unser gutes Bild der Jugendherbergen sehr.

    Zum weiteren waren wir auf der Suche – bereits im letzten Jahr in den Sommerferien – nach einer Unterkunft an der Ostsee für 2017. Damals bekamen wir auch bereits die Auskunft, dass sie für das Jahr 2017 ausgebucht seien in den Sommerferien. Man erst mal an die seit Jahren fest buchenden Familien zuerst die Zimmer vergeben werde, und wir nur kurzfristig was buchen könnte(u.a. Timmendorfer Strand). Kurzfristig in den Sommerferien ??? Ich kann doch nicht schon 2 Jahre im Voraus buchen ? Wo bleibt da die Gleichbehandlung ? Als „Neukunde“ keine Chance die Jugendherberge kennen zu lernen.

    Schade, dass man als Familie, die sich für solche Urlaub interessiert, so behandelt wird.

    In den Osterferien für 2018 gleiches Spiel. Wenn man nicht am „Bespaßungsprogramm“ teilnehmen will, was ja nix schlechtes ist. Wir aber trotzdem unabhängig bleiben wollen, weil wir die Gegend auch immer entdecken wollen, hat man wenig Chancen eine Jugendherberge zu finden.

    Ich muss jetzt meinem Unmut mal Luft machen, da mir die Vorgehensweise Ihres Verbandes jetzt mehrfach „sauer“ aufgestoßen ist und wir uns echt überlegen, ob wir künftig in Jugendherbergen Urlaub machen und ob wir sie weiterempfehlen.

    Aber wahrscheinlich sind wir ein viel zu „kleines Licht“ und sie haben bestimmt genug Buchungsanfragen, da interessiert unsere Meinung wahrscheinlich am allerwenigstens…

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