Jugendherberge entdecken Neues erproben

Mit dem Rollstuhl hoch hinaus

Mit dem Rollstuhl hoch hinaus

Wer sagt denn, dass man mit dem Rollstuhl nicht klettern kann?

Seit dem 18. April 2015 ist es amtlich: wer überzeugt war, Rollstuhlfahrer könnten nicht klettern, der hat sich schwer geirrt. Denn an diesem Samstag konnten wir es mit unseren eigenen Augen sehen und auch selbst ausprobieren.  Das ganze Team der Jugendherberge war hellauf begeistert, als  zum Auftakt des neuen Programmes „Perspektivenwechsel“ die ersten Rollifahrer über einen Seilzug den Aufstieg im neuen Kletterparcours wagten.

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Auch drei unserer Jugendherbergsmitarbeiter, zwei davon körperlich beeinträchtigt, bewiesen ihren Mut und kletterten mit.  Und während die Einen gesichert und angegurtet die Leiter in die Bäume erklommen, wurden völlig selbstverständlich an anderer Stelle Rollstuhlfahrer auf 5 Meter Höhe gezogen. „No problem, alles Routine“, hieß es von den Teamern des Klettergartens.  Für die ist es eben ganz normal, wenn Schulklassen mit Rollstuhlfahrern kommen und gemeinsam klettern wollen, oder Familien mit einem geistig oder körperlich gehandicapten Kind den Aufstieg in die Höhe wagen. „Und wenn sich dann die gehandicapten Kids mutiger anstellen, als so mancher ihrer Klassenkammeraden, das spornt die Kids so richtig an“, berichtet Herr Lund vom Hochseilgarten FILU.

Mit einigen Tagen Abstand lässt sich noch immer ganz klar sagen, dass es toll ist, wenn es keine Rolle spielt, ob man im Rollstuhl sitzt oder nicht. Und einmal die Perspektive zu ändern, das hat noch keinem geschadet. Schnell war unserem ganzen Team daher klar: der Klettergarten passt ideal zum inklusiven Ansatz unserer Jugendherberge.

Neben dem Angebot zum „Perspektivenwechsel“ für Familien, entsteht in den kommenden Monaten auch ein Programm für Gruppen und Schulklassen in Zusammenarbeit mit dem wenige Kilometer entfernten Hochseilgarten.

Mehr Infos zur Jugendherberge www.niebuell.jugendherberge.de
Mehr Infos zum Klettergarten Filou www.klettern-leck.de

Gastbeitrag von Sabrina Kosinka, Herbergsmutter in Niebüll

 

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Zur Jugendherberge Niebüll

Niebüll ist idealer Ausgangspunkt, um die nordfriesische Insel- und Halligwelt zu erkunden, auf Schiffstour zu gehen und die dänische Küste zu entdecken. Die Nordsee ist nur 12 km entfernt. Die moderne Jugendherberge mit inklusivem Ansatz ist im Stil eines Dorfes erbaut. Die frischen Farben und gemütlich gestalteten Räume schaffen eine Wohlfühl-Atmosphäre. Durch die flache Bauweise ist das Haus sehr gut für Menschen im Rollstuhl geeignet.  Die ebenerdige Anlage ermöglicht Gästen mit Rollator oder Rollstuhl den Zugang zu allen Räumlichkeiten. Sechs Zimmer sind mit rollstuhlgerechtem Bad ausgestattet. Das Personalkonzept ist inklusiv. Die Mitarbeiter zeichnen sich durch eine hohe Kompetenz im Umgang mit Inklusionsklassen aus.

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