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Mein Tag als Zirkuspädagoge

Längst ist der Besuch des „Circus Rabatzi“ ein fester Baustein im Programmkalender der hessischen Jugendherberge Lauterbach. Wir sprachen mit dem Zirkuspädagogen Juri Abt.

Zirkus, Zirkus! Bis heute fangen die Augen der Kinder an zu leuchten, wenn der Zirkus in die Stadt kommt, und auch die Großen lässt die bunt schillernde Welt nicht unberührt. Was aber macht ein Zirkus in der Jugendherberge?

Juri Abt, studierter Sozialpädagoge und ausgebildeter Zirkuspädagoge, ist genau der Richtige für diese Frage. Schon seit 2004 finden unter seiner Regie in der Familien|Jugendherberge Lauterbach jedes Jahr zahlreiche Zirkusprogramme statt. In diesem Jahr waren es rund 20 Veranstaltungen, von der beliebten Familienzirkuswoche im Sommer über Zirkustage für Schulklassen bis zum Vater-Kind-Zirkusprogramm.

Entdecke dich und die Welt

„Zirkus ist wie die große Welt im Kleinen“, erklärt Juri Abt. „Und über das Spiel kann man ganz viel fürs Leben lernen. Mein Ziel ist es, mit dem Zirkus einen geschützten Rahmen zu schaffen, in dem Kinder und Erwachsene Lust haben, sich auszuprobieren, sich selbst kennenzulernen und Neues zu wagen.“ Das könnten, so erzählt er, neue Bewegungsmöglichkeiten sein wie bei der Akrobatik oder Jonglage, das Präsentieren vor dem Publikum oder der Umgang mit Erfolg und Misserfolg.

Entdecke dich und die Welt

Juri Abt berichtet weiter: „In der Gruppe entsteht ganz schnell ein starkes Wirgefühl, das die Teilnehmer ermutigt, nach einem ersten Erfolg einen weiteren Schritt zu wagen, neugierig zu sein und die eigenen Grenzen auszutesten. Das Besondere an den Zirkusprogrammen in der Jugendherberge Lauterbach ist, dass wir alle zusammen in einem Haus wohnen und dass die komplette Infrastruktur vorhanden ist, vom beheizbaren Zirkuszelt über ein tolles Außengelände bis zum leckeren Essen. Das entlastet die Eltern ungemein. Es ist toll zu sehen, welche kreativen Talente dann auch bei ihnen geweckt werden. Besonders ist auch die Einbindung im Städtchen Lauterbach. Unser Zirkus ist hier stadtbekannt. Zu unserer Zirkusvorführung laden wir alle ein. Wir spielen also vor echtem Publikum!“

Mein Tagesablauf:

8 Uhr: Frühstück

8 Uhr: Frühstück Ab acht Uhr steht im Speiseraum der Jugendherberge alles für das gemeinsame Frühstück bereit. „Mein Team und ich genießen es, dass man so schon mit den Familien gemeinsam in den Tag startet. Das ist für mich das Besondere an der Jugendherberge.“

9 Uhr: Zirkusworkshops

9 Uhr: Zirkusworkshops Gut gestärkt treffen sich alle nach dem Frühstück im bunten Zirkuszelt zum gemeinsamen Aufwärmen, Singen und Tanzen. Im Anschluss wird unter der Leitung von Akrobaten und Zirkuspädagogen in kleinen Gruppen trainiert und geprobt.

12 Uhr: Mittagessen

12 Uhr: Mittagessen Jonglieren, Balancieren und Stelzenlaufen – das macht hungrig! Daher freuen sich alle, dass es um 12 Uhr Mittagessen gibt. Das Beste daran: Das Essen ist schon fertig gekocht und angerichtet. Man kann sich einfach hinsetzen!

14 Uhr: Freie Angebote

14 Uhr: Freie Angebote Nach dem gemeinsamen Mittagessen ist Zeit für tolle Familienausflüge oder Wanderungen. Wer möchte kann aber auch im Zirkuszelt weiter üben oder Plakate für die große Zirkusvorführung gestalten – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

18 Uhr: Abendessen

18 Uhr: Abendessen Wie schnell die Zeit vergeht – schon ist Zeit für das Abendessen. Beim Essen stecken die Kinder ihre Köpfe zusammen: „Wir haben noch eine Idee für unsere Fakiraufführung. Das wird aber noch nicht verraten. Wir müssen morgen erst proben.“

20 Uhr: Ausklang

20 Uhr: Ausklang Die kleinsten Zirkusakrobaten liegen schon in ihrem Bett im Familienzimmer und träumen von ihrem großen Auftritt. Währenddessen sitzen die Großen noch gemütlich am Lagerfeuer zusammen und lassen den Tag ruhig ausklingen.


Juri Abt steht bei den Zirkusfreizeiten auch immer wieder gerne selbst auf der Bühne. Sein Handwerk hat er in einer Zirkusschule in England gelernt.
Mehr Infos unter: juri-entertainment.de

Seit 100 Jahren vertreten die Jugendherbergen Werte, die das Leben bereichern. Für alle, die mit offenen Augen durch die Welt gehen. Die Gemeinschaft erleben wollen und aufeinander zugehen. Mutig. Auch mal übermütig.

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