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Interview mit Andreas Steinhöfel zum Film „Rico, Oskar und das Herzgebreche“

Interview & Freikarten zu Rico, Oskar und das Herzgebreche: Die Abenteuer seiner Buchhelden Rico und Oskar haben viele Fans, nicht zuletzt weil sie nicht dem klassischen Heldenbild entsprechen.  Wir bekennen: Wir gehören zu den größten Fans, auch weil wir für die gleichen Werte stehen. Im Rahmen der DJH-Kampagne „Auf ins Leben“ erzählt Andreas Steinhöfel, wie seine Romanfiguren entstanden sind und was für ihn eine gute Kindheit auszeichnet.

Andreas SteinhöfelHerr Steinhöfel, am 11. Juni kommt mit „Rico, Oskar und das Herzgebreche“ der zweite Film mit einem Abenteuer des – wie er sich selbst nennt – „tiefbegabten“ Rico und des hochbegabten Oskar in die Kinos. Viele Fans, groß wie klein, fiebern dem schon entgegen. Können Sie uns erzählen, wie es zu der Entstehung der Romanfiguren gekommen ist?

Andreas Steinhöfel: Ich hatte einen interessanten Zeitungsartikel über hochbegabte Kinder gelesen. Darin wurde berichtet, dass das Leben für diese Kinder oft kein Honigschlecken ist und sie häufig ähnliche Probleme haben wie Kinder mit Förderbedarf. Das fand ich spannend und habe daraufhin für mich die Figur des hochbegabten Oskar entwickelt. Und das Gegenteil von hoch ist tief – so ist die Idee zum „tiefbegabten“ Rico geboren.

In ihren Geschichten wächst der vermeintlich schwache Rico oft über sich hinaus, hingegen läuft Oskar aus Angst vor abstürzenden Gegenständen mit Helm herum. Verkehrte Welt?

Andreas Steinhöfel: Ja und nein. Meine Idee war, mit den beiden Jungs zu zeigen, dass das Leben eben nicht nur schwarz oder weiß ist, sondern viel bunter. Schön wäre es doch, wenn wir jedes Kind mit seinen individuellen Stärken und Schwächen wahrnehmen und schätzen würden.

Das Buch erzählt aber auch die Geschichte von zwei Kindern, die beide sehr auf sich selbst gestellt sind. Spiegelt das ihre Beobachtungen wider?

Andreas Steinhöfel: „Gute“ Eltern zu sein ist heute bestimmt nicht einfach. Es geht letztlich um Verantwortung. Auf der einen Seite gibt es viele Kinder, die wie Rico und Oskar aus den verschiedensten Gründen auf sich gestellt sind oder vor dem Computer geparkt werden. Kinder, um die sich keiner zu kümmern scheint. Denen möchte ich sagen: Such dir jemanden, mit dem du reden kannst! Und dann gibt es die Kinder mit den „Hubschrauber-Eltern”, die keinen Schritt alleine gehen dürfen, die im übertragenen Sinn einen riesigen Sturzhelm tragen, damit ihnen bloß nichts passiert.

Das heißt, hier geht es um die Abwägung von Sicherheit und Freiheit?

Andreas Steinhöfel:  Ja, genau. Diesen Eltern wünsche ich, dass Sie den Mut haben, ihren Kindern mehr Freiräume zu geben, um die Welt und besonders die Natur auf eigene Faust zu entdecken, mit anderen im Wald oder an einem Bach zu spielen, sich auszuprobieren. Und das auch dann, wenn sie sich dabei mal Schrammen holen. Das finde ich wichtig.

Das ist ja genau der Ansatz der Jugendherbergen: die Natur kennenlernen, Gemeinschaftserlebnisse haben, sich ausprobieren.

Andreas Steinhöfel: Klasse! Und toll ist es natürlich, wenn Eltern und Kinder gemeinsam solche Abenteuer erleben.


herzgebreche-titel

Freikarten zum Film gewinnen!

Start des Neuen Kinofilms „Rico, Oskar und das Herzgebreche“

Am 11. Juni 2015 ist es so weit – dann kommt der neue Film mit Rico und Oskar in die Kinos. Wollt ihr dabei sein? Wir verlosen 10 Pakete mit je 2 Freikarten! Einfach bis zum 15. Juni eine E-Mail an news@jugendherberge.de mit dem Stichwort „Herzgebreche-Freikarten“ senden und Sie sind bei der Verlosung dabei!

Mehr Infos zu den Filmen unter: www.ricoundoskar-derfilm.de

Rico, Oskar und das Herzgebreche - Bild 1Rico, Oskar und das Herzgebreche - Bild 2Rico, Oskar und das Herzgebreche - Bild 3

 

4 Kommentare zu “Interview mit Andreas Steinhöfel zum Film „Rico, Oskar und das Herzgebreche“

  1. Katherina Träger

    Wir hatten das Glück, an der Premiere in Berlin dabei zu sein. Wir hatten ein tolles Wochenende! Danke! Die Zwillinge Marlon und Quentin mit Mama und Oma aus Dresden
    Vielleicht klappt es auch mal mit einer Rolle im nächsten Film.

  2. RaimundWielgos

    Andreas Steinhöfel ist ein toller Autor.Neben dem Film mit den Helden „Rico und Oskar“ gefiel mir auch das Buch „O Patria Mia“ sehr gut. Vielleicht eine weitere „Filmidee“?

  3. Wie ist Andreas Steinhöfel auf die Idee gekommen?

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