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Gesunde Ernährung ist ein Kinderspiel

Gastbeitrag von heiterbisstuermisch.de

Fastenzeit – das ist die Zeit, in der wir fast alle mit dem inneren Schweinehund ein ernstes Wörtchen sprechen. Eine bewusstere Ernährung steht bei vielen ganz oben auf der Liste der guten Vorsätze: weniger Schokolade, dafür öfter mal Obst, Gemüse oder Salat essen.

Erwachsene müssen von den Vorteilen dieser kleinen Verhaltensänderungen nicht überzeugt werden, Kinder hingegen leben im Moment und können vernünftige Argumente manchmal noch gar nicht richtig verinnerlichen. Aber sie sind begeisterungsfähig – warum also diese Begeisterungsfähigkeit nicht pfiffig nutzen? Wir haben Eddie Weiner, Hausleiter und Küchenchef in der Jugendherberge Alfsee mal gefragt, wie es gelingt, Kinder für gesündere Ernährung zu begeistern. Das ist seine Antwort:

Kinder für ein Käsebrot ebenso zu begeistern wie für eine Tafel Schokolade ist eigentlich gar nicht so schwer, wie es im ersten Moment klingt. Auf zwei Wegen gelingt das recht gut: Zum einen sollte man Kinder beim Kochen miteinbeziehen und ihnen auch am Esstisch noch Gelegenheit geben, ihren Teller selbst zu füllen. Wenn beispielsweise Kräuterpfannkuchen mit Spinat auf dem Speiseplan stehen, dann lieben es Kinder, die Pfannkuchen selbst zu füllen. Wenn sie vorher sogar noch spielerisch die Kräuter geschnippelt haben, die im Teig gelandet sind, mögen sie das Essen noch lieber. An unseren Jugendherbergs-Buffets ist immer sehr gut zu beobachten, wie gut es den kleinen Gästen gefällt, selbst zu entscheiden, was auf dem Teller landet und in welcher Form.

Ein zweiter charmanter Trick, der sogar vielen Erwachsenen Spaß macht, ist das kreative und kleinteilige Anrichten des Essens. Es ist immer wieder spannend zu beobachten, dass ein Kind eine Scheibe Brot lieber in Form kleiner Häppchen – man sagt dazu oft „Reiterchen“- isst als am Stück. Kinder sind echte Fans von Fingerfood. Und wenn man einen Teller anrichtet, dann sollte man seiner Phantasie auch freien Lauf lassen. Ein einfacher Kartoffelbrei wird durch das Hinzufügen von Erbsen, Möhren oder Ketchup an den richtigen Stellen plötzlich ein Tiergesicht. Am Ende verputzen die Kinder dann auch das restliche Gemüse.“

Und damit niemand ein schlechtes Gewissen beim Anrichten mit Ketchup haben muss, hat uns Eddie Weiner sogar noch ein Rezept für eine gesunde selbstgemachte Variante verraten. Das veröffentlichen wir in Kürze hier auf dem Blog.

Party!

In diesem Sinne: Wir wünschen Euch eine leckere Fasten- und Osterzeit mit vielen tollen Erfolgserlebnissen – vielleicht schaut Ihr ja auch in einer unserer Jugendherbergen vorbei. Wir freuen uns jedenfalls auf viele Klassenfahrten, Familien, Radtouristen, SeminarteilnehmerInnen, Musiker – kurz gesagt: auf alle Gäste, mit denen wir sicher viel erleben werden!

Seit 100 Jahren vertreten die Jugendherbergen Werte, die das Leben bereichern. Für alle, die mit offenen Augen durch die Welt gehen. Die Gemeinschaft erleben wollen und aufeinander zugehen. Mutig. Auch mal übermütig.

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