Jugendherberge entdecken Neues erproben

Ferienhelfer in der Jugendherberge – ein Erfahrungsbericht

Die Zeit zwischen Abitur und Studium ist etwas ganz besonderes. Die Schule liegt hinter einem und schon bald beginnt etwas ganz Neues. Doch wie lässt sich diese Zeit am besten nutzen? Die Frage hat sich auch Anika Fischer gestellt, die im Sommer 2014 ihr Abitur in Neumarkt gemacht hat. Sie hat sich dazu entschieden, die Zeit bis zu ihrem Studium als Ferienhelfer in einer Jugendherberge zu verbringen und ist für zwei Monate von Bayern nach Dahme an die Ostsee gezogen.

Was muss man als Ferienhelfer beachten? Wir haben die 19 Jährige nach ihren Erfahrungen gefragt.

Anika, du kommst aus Bayern. Wie bist du auf die Idee gekommen, als Ferienhelferin in einer Jugendherberge an der Ostsee zu arbeiten?

Anika: Nach dem doch sehr stressigen Abitur stand ich vor der Wahl: Zwei Monate mal nichts tun, ein Jahr im Ausland als Au-pair arbeiten oder für zwei Monate von zu Hause weggehen und etwas Neues zu lernen. So habe ich mich dazu entschlossen 2 Monate an der Ostsee als Ferienhelferin zu arbeiten.“

Und wie bist du auf die Jugendherberge Dahme gekommen?

Anika: „Ich habe mich im Internet informiert, wo man für zwei Monate arbeiten könnte und bin dann in Foren auf das Thema „Jugendherberge“ gestoßen. Anschließend habe ich in mehreren Herbergen angerufen um mich zu informieren. Als ich in der Jugendherberge in Dahme angerufen habe, waren sie sehr begeistert von meiner Idee, dort für 2 Monate in der Hochsaison zu arbeiten. Am selben Tag schrieb ich noch meine Bewerbung und habe kurze Zeit später auch schon eine Zusage bekommen.“

Wie sieht so ein typischer Arbeitstag in der Jugendherberge Dahme aus? Welche Aufgaben hast du als Ferienhelfer übernommen?

Anika: „In der Jugendherberge habe ich bei allen Aufgaben geholfen: Entweder hatte ich Frühdienst oder Spätschicht und zwischendrin immer mal 1-2 Tage frei. Beim Frühdienst war es meine Aufgabe, mit zwei Kollegen zuerst das Frühstück herzurichten und den Urlaubern bei Problemen und Fragen zu helfen. Während des Frühstücks bereiteten wir in der Küche die Lunchpakete vor. Anschließend haben wir das Frühstücksbuffet wieder weggeräumt und im Team gemeinsam gegessen, was besonders schön und sehr lustig war. Im Anschluss ging es dann an die Reinigung der Zimmer und Sanitäranlagen oder an die Vorbereitung für das Mittag- bzw. Abendessen. Um 14 Uhr war der Frühdienst getan und ich hatte Freizeit.“

Und die Spätschicht?

Anika: Wenn ich Spätdienst hatte, musste ich erst um 14 Uhr anfangen. Die Aufgaben waren hier ähnlich. Wir haben die restlichen Zimmer gereinigt und danach in der Küche das Abendessen zubereiten. Abends war ich dann entweder in der Spülküche oder für die Essensausgabe zuständig. Nachdem alle Gäste gegessen hatten, machten wir die Küche noch sauber, spülten alles ab und hatten schließlich auch Feierabend. Den konnte man immer gemeinsam beim Sonnenuntergang mit guten Gesprächen genießen.“

Was hast du in deiner Freizeit und nach Feierabend so unternommen?

Anika: „An meinen freien Tagen und nach der Frühschicht habe ich oft am Meer gelegen, da ich in den zwei Monaten fast durchgehend traumhaftes Wetter hatte. So bin ich auch mit vielen Touristen ins Gespräch gekommen. Es ist erstaunlich, von wo die Menschen überall an die Ostsee kommen, um Urlaub zu machen.  Auch die Altersstufen waren sehr gemischt: Von Schulklassen über Familien und Rentner bis zu jungen Pärchen war einfach alles dabei.“

Wo hast du in den zwei Monaten gewohnt?

Anika: „Als Ferienhelfer bin ich in der Jugendherberge kostenlos untergekommen. Ich hatte mein eigenes Zimmer hinter der Küche im Personalteil der Jugendherberge. Lediglich das Badezimmer habe ich mir mit einem FSJler geteilt, was total unkompliziert war. Auch die Küche war für uns alle zu jeder Tages- und Nachtzeit zugänglich, sodass wir uns immer etwas zu Essen holen konnten.“

Das klingt nach zwei aufregenden Monaten. Wie lautet dein Fazit?

Anika: „Für mich waren es zwei sehr interessante und traumhaft schöne Monate an der Ostsee. Die Kollegen waren wie eine kleine Familie für mich. Ob bei gemeinsamen Fußball-Abenden oder beim Kochen und sogar Putzen hatten wir immer gute Laune. In meinen zwei Monaten als Ferienhelferin konnte ich viele Eindrücke sammeln. Manchmal hatte ich auch die Möglichkeit im Büro mitzuhelfen und habe so einen guten Einblick in die geschäftlichen Dinge  einer Herberge, wie Buchungen und Bestellungen erhalten. Ich würde die Zeit als Ferienhelfer sofort wiederholen. Vielleicht konnte ich ja auch anderen Freiwilligen Lust auf ein kleines Abenteuer machen.“

 

Extra-Tipp: Aktuell werden wieder Ferienhelfer gesucht. Alle Informationen hierzu finden sich in unserer Jobbörse.

 

Bildergalerie: Hier hat Anika als Ferienhelfer gearbeitet.

Die Jugendherberge in Dahme von oben

Musik in der Jugendherberge Dahme

Jugendherberge Dahme

An der Ostsee wird gefeiert

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