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Familienurlaub in der Jugendherberge: Ein Selbstversuch

Gastbeitrag von Marc, Reisezoom.com

Blogger Marc war mit seiner Familie in der Jugendherberge Büsum an der Nordsee. 

Um unseren Selbstversuch in der Jugendherberge besser verstehen zu können, stelle ich mich kurz vor:
Ich bin Marc – Reiseblogger von Reisezoom.com – stolzer Papa von zwei kleinen Kindern (5 und 2 Jahre alt) und ständig unterwegs.

Als Familie nutzen wir jede freie Minute fürs Reisen. Bis jetzt übernachteten wir hauptsächlich in Ferienwohnungen, die sind günstig, geräumig und du findest sie fast an jedem Ort.

Ansonsten haben Ferienwohnungen nur Nachteile. Du bist Küchenchef, Tellerwäscher und oft sogar Putzfrau! Außerdem bist du dort alleine und deine Kinder finden viel schwerer Anschluss. (… und du darfst sie bespaßen.)

Genau hier kommt die Jugendherberge ins Spiel.
In Jugendherbergen übernachten nicht nur Schulklassen, auch Familien sind gern gesehen und die Unterkünfte bestens für den Familienurlaub gerüstet.

Wir probierten es aus:

1. Jugendherberge vs. Ferienhäuschen

In den Sommerferien fuhren wir zuerst auf die Insel Rügen in ein Ferienhäuschen. Und siehe da – obwohl im Garten eine Schaukel und ein kleiner Kletterturm standen, hatte ich kaum Zeit für mich.

Danach ging es an die Nordsee, wo wir in der Jugendherberge von Büsum eincheckten. Dort war es ganz anders. Das Spielzimmer, der Garten mit verschiedenen Spielgeräten und die vielen Spielkameraden waren so toll, dass ich meine Kinder nur mit Mühe aus der Herberge herausbekommen habe!

Die Jugendherberge in Büsum bei Nacht

Immer wieder toll: die Fahrzeuge im Garten der Jugendherberge

Außerdem sparten wir Zeit, weil wir nicht selbst kochen und abwaschen mussten. (Dieser Punkt war mir vorher gar nicht bewusst! Aber das macht erstaunlich viel aus, schließlich entfällt auch das Einkaufen!)

In der Jugendherberge hatten wir Vollverpflegung: Frühstück, Mittag- und Abendessen. Machten wir einen Ausflug und konnten nicht zum Mittagessen kommen, meldeten wir das an und schon morgens stand eine Kiste mit verschiedenen Utensilien für ein Lunchpaket auf dem Tisch.
Dazu schmierten wir uns Brötchen vom Frühstücksbuffet, packten alles in die bereitgelegten Tüten und waren für den Tag gerüstet!

Kommst du nicht zum Mittagessen, baust du dir ein Lunchpaket!

Unser Ferienhäuschen punktet in diesem Vergleich mit einem zweiten Schlafzimmer und beim Preis. Ohne Essen kostete es am Tag die Hälfte!
Rechne ich die Kosten fürs Essen mit ein, lässt das Häuschen aber gewaltig Federn. Das liegt hauptsächlich daran, dass wir hier und da essen gegangen sind – wir hatten ja kein Lunchpaket! Und das kostet gleich richtig Schotter!

In Büsum wurden wir so gut versorgt, dass keiner das Verlangen hatte, in einem Restaurant zu sitzen. Ich kaufte mir allerdings hier und da ein Fischbrötchen: An der Nordsee ein MUSS!

2. Mein Fazit

Eine Ferienwohnung ist zum Schlafen da. Du musst alles selbst organisieren, die Kinder bespaßen und kochen.
In der Jugendherberge machst du richtig Urlaub und entspannst dich. Die Kinder beschäftigen sich selbst oder es gibt Angebote von der Jugendherberge (wir erkundeten z.B. das Watt bei einer Wattwanderung speziell für Kinder). Hast du die Vollverpflegung gebucht, musst du dich auch nicht ums Essen kümmern.

Für mich steht fest:
Jugendherberge als Familie? Sehr gern!

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