Jugendherberge entdecken

Mein Tag als DJH Qualitätsprüferin

Einheitliche Qualitätsstandards sind ein wichtiges Ziel der Jugendherbergen. Für Babette Pieper ist dies eine Herzenssache

Freundlichkeit und Service, Sauberkeit und ein gesundes und ausgewogenes Essensangebot sind nur einige Punkte, die in dem Qualitätskonzept „Jugendherbergen – 100 % Qualität“ für alle Jugendherbergen in Deutschland einheitlich defi niert sind. „Wir hatten lange Zeit die Situation, dass die Qualitätsanmutung in den über 500 Häusern sehr unterschiedlich war“, erzählt Babette Pieper, Qualitätsmanagerin beim DJH-Landesverband Unterweser-Ems. „Verbunden hat uns immer die Idee ‚Gemeinschaft erleben‘, aber auch eine Spur Abenteuer. Um den Wünschen unserer Gäste gerecht zu werden und auch die Marke Jugendherberge zu stärken, ist es heute aber ganz wichtig, dass wir in allen Jugendherbergen eine vergleichbare Qualität bieten.“ Dieses Ziel zu erreichen, ist die Aufgabe von Babette Pieper. Gemeinsam mit ihrem Team hat Babette Pieper im DJH-Landesverband Unterweser-Ems dazu ein Entwicklungskonzept erarbeitet.

Nah an der Praxis

„Ganz wichtig war es uns, die Mitarbeiter von Anfang an miteinzubeziehen, das Qualitätsverständnis und den Austausch zu fördern – und das von den Herbergsleitern bis zur Reinigungskraft.“ Dazu hat Babette Pieper gemeinsam mit ihrem Team ein breites Maßnahmen- und Angebotspaket entwickelt, von einem Qualitätshandbuch über Schulungsangebote und Erfa-Gruppen, in denen Fachgruppen aus den Häusern ihr Wissen austauschen, bis hin zur regelmäßigen Kontrolle und Zertifi zierung (Audit) der Häuser. Einmal im Jahr treffen sich alle Mitarbeiter der Jugendherbergen im DJH-Landesverband zu einem Mitarbeitertag, um über Fragen der Qualitätsentwicklung zu sprechen und sich untereinander auszutauschen. „Viele Anregungen bekomme ich auch über unser Beschwerdemanagement. Im persönlichen Gespräch erlebe ich es oft, dass sich die Gäste eigentlich nicht beschweren wollen. Vielmehr möchten sie uns mit ihren Tipps wirklich helfen, unser Angebot noch weiter zu verbessern. Das ist klasse und hat schon zu vielen Veränderungen geführt“, erzählt Babette Pieper begeistert.

 

8 UHR – CHECKLISTEN PFLEGEN
Nachdem Babette Pieper die eingegangenen Mails durchgesehen und beantwortet hat, nutzt sie die erste Stunde des Tages, um Standards aus dem Bereich Hygienemanagement auszuformulieren und in Checklisten für die Jugendherbergen einzupflegen.

 

9 Uhr AUDITS VORBEREITEN
Anschließend gilt es, Vorbereitungen für die nächsten Audits zu treffen. Hausspezifi sche Anpassungen der Checklisten werden überprüft, Prüfschwerpunkte festgelegt und die Unterlagen für die Gespräche mit der Leitung und den Mitarbeitern vorbereitet.

 

10 Uhr – BESUCH VOR ORT
Nach der Teambesprechung fährt Babette Pieper zum Gespräch mit der Herbergsleitung in die Jugendherberge Bremen. Anlass ist die Vorbereitung einer Schulung der Mitarbeiter zum Qualitätsverständnis in der kommenden Woche.

 

13 Uhr -GÄSTEHOTLINE
Nach der Mittagspause bearbeitet Babette Pieper aktuelle Hinweise und Beschwerden, spricht mit den Gästen, hält Rücksprache mit den Mitarbeitern in den Jugendherbergen und prüft, welche Maßnahmen direkt umgesetzt werden können.

 

14 Uhr – PROGRAMMPLANUNG
Am Nachmittag steht die Planung des nächsten Mitarbeitertags mit rund 200 Teilnehmern auf dem Programm. Neben organisatorischen Fragen besprechen Babette Pieper und ihr Team die Themen für die Vorträge und Diskussionsrunden.

 

17 Uhr – FAMILIENZEIT
Gegen 17 Uhr endet für Babette Pieper der Arbeitstag. Dann genießt sie die Zeit mit ihrem Mann und ihren drei Kindern. Wenn die Zeit es erlaubt, nutzt sie den Feierabend für sportliche Aktivitäten wie Laufen, Tennis oder Yoga.

 

 

1 Kommentar

  1. Schöner Beitrag! Mehr davon… 🙂

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