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Ausbildung beim DJH: Antworten auf die wichtigsten Fragen

Ausbildung beim DJH

„Ausbildung? Irgendwas, wo ich mit vielen Menschen im Kontakt bin. Am liebsten mit Kindern und Jugendlichen. Im Tourismus vielleicht. Hotel wäre cool, aber bitte kein so steifer Laden. Sollte schon abwechslungsreich sein…“ Wer so oder so ähnlich antwortet, wenn er nach seinem Traumberuf gefragt wird, der könnte mit einer Ausbildung in der Jugendherberge durchaus happy sein. Vielleicht habt Ihr sogar schon mal daran gedacht, Euch beim DJH zu bewerben, aber Euch fehlen noch Informationen, was Euch genau erwartet und wie so ein Bewerbungsprozess abläuft. Deshalb gibt´s heute für Euch von Vanessa Schneider der Jugendherbergen im Rheinland Antworten auf wichtige Fragen, die Euch vermutlich durch den Kopf schießen.

FAQ: Ausbildung bei den Jugendherbergen in Deutschland

Für welche Berufe bietet das DJH Ausbildungen an?

Für eine ganze Reihe. Folgende Berufe können bei den Jugendherbergen im Rheinland gelernt werden:

• Hauswirtschafter/in
• Köchin/ Koch
• Kauffrau/mann für Bürokommunikation
• Kauffrau/mann für Freizeit und Tourismus
• Hotelfachfrau/mann, Fachkraft im Gastgewerbe

Außerdem werden in anderen Regionen angeboten:
• Restaurantfachkraft
• Dipl.Betriebswirt/in für Tourismus
• Dipl. Betriebswirt/in

Zu beachten ist allerdings, dass nicht jedes Haus Ausbildungsplätze anbietet und wenn, nicht in jedem Bereich. Je nach Größe der Jugendherberge sind es mehr oder weniger Plätze, die zur Verfügung stehen. Wir haben im Rheinland aktuell beispielsweise 20 Auszubildende an 7 Standorten.

Wann beginnt eine Ausbildung?

Auch beim DJH beginnen die meisten Ausbildungen ganz klassisch am 1. August. Vereinzelt am 1. September.

An wen richte ich meine Bewerbung?

Eine Bewerbung ist bei der Leitung der jeweiligen Jugendherberge, in der ich die Ausbildung absolvieren möchte, in den richtigen Händen. Das Bewerbungsverfahren läuft nicht zentral über den Bundesverband, sondern über die einzelnen Standorte.

Bleibe ich die ganze Ausbildung in einer Jugendherberge oder lerne ich in meiner Ausbildung verschiedene Standorte kennen?

Es gibt im Verlauf der Ausbildung keine geplanten Wechsel in andere Häuser. Aber natürlich ergeben sich Besuche in anderen Häusern.

Erhöht es meine Chancen auf einen Ausbildungsplatz, wenn ich bzw. meine Familie schon Mitglied im DJH gewesen bin?

Wir freuen uns natürlich über BewerberInnen, die sich bereits für das DJH begeistern, aber eine fehlende Mitgliedschaft ist im keinem Fall Ausschlusskriterium. Wir behandeln alle Bewerbungen gleichberechtigt.

Wieviel kann ich in meiner Ausbildung verdienen?

Im ersten Lehrjahr ca. 550 €, im zweiten Lehrjahr ca. 650 € und im dritten Lehrjahr ca. 750,00 €

Kann ich auch erst einmal ein Praktikum machen, um einen Eindruck davon zu bekommen, ob die Arbeit in einer Jugendherberge etwas für mich ist?

Ja, das ist möglich. Auch hier empfehlen wir eine Nachfrage in der Jugendherberge, die als Praktikumsbetrieb gewünscht ist.

Gibt es auch die Möglichkeit, ein duales Studium beim DJH zu machen?

Ja, die gibt es. Das Studium umfasst 36 Monate und gliedert sich im Wechsel in 6 theoretische und 6 berufspraktische Studienabschnitte.

Gibt es die Chance auf eine Übernahme nach der Ausbildung?

Ja, selbstverständlich.


Damit Ihr eine noch bessere Vorstellung davon bekommt, was Euch in den acht Ausbildungsberufen konkret erwarten würde, lassen wir hier auf dem Blog immer mal wieder DJH-Azubis zu Wort kommen. Hanna hat uns beispielsweise schon von ihrer Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement berichtet. Wenn Ihr die kommenden Interviews auf keinen Fall verpassen wollt, abonniert am besten die Facebook-Seite der Jugendherbergen. Dort werden sie  geteilt.

Ihr habt jetzt noch brennende Fragen? Dann stellt sie gern in einem Kommentar!

Sandra Lachmann

Mit der Patchwork-Familie im Grünen, mit einem Workshop auf einer Nordsee-Insel oder mit Freundin in der Großstadt: Sandra hat bereits in ganz unterschiedlichen Situationen in einer Jugendherbergen eingecheckt. Die Vielfalt hat die Bloggerin so begeistert, dass sie noch mehr über die Jugendherbergen von heute erfahren wollte. Daher tourt sie nun durch Deutschland und schreibt hier über ihre Erlebnisse und Aufenthalte. Weitere DJH-Stories liefert die 39-jährige Bremerin auch für heiterbisstuermisch.de.

4 Kommentare zu “Ausbildung beim DJH: Antworten auf die wichtigsten Fragen

  1. Nils Cramer

    Hallo,
    Ich Interessiere mich sehr für die Arbeit in den Jugendherbergen. Vor allen für Duale Studiengänge, auch eine zweite Ausbildung würde mich nicht abschrecken. Momentan mache ich die Fachhochschulreife nach. Ich habe bereits eine Ausbildung als Elektroniker für Maschinen und Anlagen hinter mir. Möchte mich aber nun mich in eine andere Richtung Orientierenen. Mein Traum wäre es irgendwann eine Leitung (Jugendherbergsvater) zu übernehmen. Welche Qualifikationen brauche ich dafür ? Welche Möglichkeiten hätte ich da ?

  2. Sehr geehrte Herr/Frau,
    Ich möchte alle Bereiche Jugenherberge kennenlernen und auf die Stelle für eine Ausbildung zur Hotelfachfrau/ Fachkraft im Gastgewerbe ab 2020 mich bewerben.
    Meine Zukunft stelle ich mir im Jugendherberge vor und möchte daher in meiner Ausbildung in dieser Branche und Ihr Hotel näher kennenlernen. Schon seit Längerem interessiere ich mich für diesen Beruf, da er sehr abwechslungsreich ist und ich viel Kontakt mit anderen Menschen haben werde.
    Da ich mehrfach als Aushilfskraft im Gastgewerbe Bereich arbeitete, sammelte ich bereits Erfahrungen mit Kunden. Aufgrund meiner aufgeschlossenem Art fällt es mir dabei leicht, auf Menschen und Ihre Wünsche einzugehen.
    Durch meine Tätigkeit als Mitarbeiterinim Jugendherberge habe ich vor allem in Sachen Service, Beratung und Kommunikation ausgeprägte Starken verinnerlicht, die für die Juhendherberge von wertvollem Vorteil sein waren. Dabei entwickelte ich ein Gespür für die Abläufe in einem Jugendherberge. Bei hoher Gästezahl oder Personalausfällen habe ich mich als sehr flexibel und stressresistent erwiesen.
    Langweile hatte in der gesamten Zeit bei pluss nicht ein einziges Mal. Kenntnisse und Fremdsprachenkenntnisse sowie Schulungen und Trainings wurden in Seminaren und Trainings geschult.
    Im vorigen Jahr arbeitete ich in Westerland im Jugendherberge als Hauswirtschafterin. Zu meinen Aufgaben gehörte Reinigung und Pflege der Gästezimmer und Aufenthalträume, Betreuung der Gäste im Restaurant und am Empfang, Wäschepflege und Materialverwaltung. Ich räumte auf, füllte die Minibar auf, wechselte die Wäsche, wusch und bugelte mit modernen Maschinen, reinigte das Bad und saugte Staub. Auch die Aufenthaltsräume reinigte ich professionell. Ausserdem pflegte ich Pflanzen, gestaltete Dekorationen und veranliesse nötige Reperaturen. Ich sorgte dafür, dass sich Ferien- und Seminargäste in unserem Hotel rundum wohl fühlte. Ich war In den Gästezimmern für Ordnung und Sauberkeit verantwortlich. Ausserdem bereitete ich Räume für Seminare oder Bankette vor. Ich richtete das Frühstücksbuffet und bereitete nach den Wünschen der Gäste Getränke zu. Ich Sie bestellte die erforderlichen Produkte, kontrollierte sie bei der Lieferung und verteilte sie an die verschiedenen Abteilungen.
    Organisationstalent, Flexibilität und Belastbarkeit sind in der Hotellerie besonders wichtig. Selbst wenn es hektisch zu und her geht oder Unvorhergesehenes eintritt, musste ich die Übersicht und Ruhe behalten.
    Ich denke, dass ich für diesen Beruf gut geeignet bin, weil ich sehr gut mit anderen Leuten umgehen kann, offen für konstruktive Kritik bin und mich gut organisieren kann. All diese Eigenschaften konnte ich bei der Mitorganisation unter Beweis stellen und habe maßgeblich zum Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen.
    Derzeit, arbeite ich mit meinem Bruder als Sommerjob im Restaurant „McDonalds“ in Metzingen.
    Gern stelle ich mich Ihnen persönlich vor und freue mich auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.

    Mit freundlichen Grüßen
    Nato Katamadze

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