Neues erproben

3 Fragen an den Burgvogt

Bei der Familienfreizeit „Ritter, Ränke und Romanzen“ auf Burg Blankenheim sind Sie der Burgvogt. Wie wichtig ist dabei das Kostüm und die altertümliche Sprache?

Arnim Pietralla: Das macht ganz viel aus. Wir schlüpfen für die Zeit alle in eine andere Rolle, die Kinder, die Eltern und wir als Teamer. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass das mit einem Kostüm viel leichter fällt. Es fühlt sich sofort echter an. Es geht darum, sich einzulassen, sich einzufühlen.

Kann man dem Lebensgefühl wirklich nachspüren? Ist es nicht etwas „Mittelalter light“?

Arnim Pietralla: Sicher. Wir haben heute auf der Burg zum Glück Heizung, fließendes Wasser und Strom. Das sind große Fortschritte gegenüber früher. Damals war es oft kalt und hat sicher auch gestunken. Das will keiner zurückhaben. Aber wir zeigen schon, wie karg das Leben war. Wir gehen in den Wald und bauen ein Waldlager, suchen im Wald nach Tierspuren, wir handeln mit Waren und wir versuchen uns in alten Handwerkskünsten.

Erfordert ein solches Aktivprogramm nicht auch ungemein viel Fachwissen?

Arnim Pietralla: Ja, auf jeden Fall. Daher haben wir ein ganzes Team von Spezialisten, vom Minnesänger bis zum Waffenmeister – der  ist Geschichtsstudent und kennt sich super aus. Ganz wichtig ist mir aber auch zu zeigen, welchen Zusammenhalt die Menschen auf der Burg hatten, und das aktiv erlebbar zu machen. Das ist für die Familien eine tolle Erfahrung, die sie mitnehmen.

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Seit 100 Jahren vertreten die Jugendherbergen Werte, die das Leben bereichern. Für alle, die mit offenen Augen durch die Welt gehen. Die Gemeinschaft erleben wollen und aufeinander zugehen. Mutig. Auch mal übermütig.

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